99 Movies in 2009: (29) Transformers – Revenge Of The Fallen

Worum geht’s?
Die Schlacht um die Erde mag beendet sein, doch der Kampf ums Universum hat gerade erst begonnen. Starscream hat nach Megatron’s Zerstörung die Kontrolle der Decepticons übernommen. Mit einer großen Armee entscheidet er, zur Erde zurückzukehren. Sein Ziel: Die Gefangennahme von Sam Witwicky, der durch Überreste des zerstörten AllSparks Visionen über die Ursprünge der Transformers erhält. Die Autobots, die immer noch an universellen Frieden glauben, finden derweil heraus, dass Megatron vom US-Militär gestohlen wurde und gerade dabei ist, reaktiviert zu werden. Mit der Rückkehr von Megatron, Scarscream und einer Armee von Decepticons haben es die Autobots und ihrer Armee von Kriegern mit mehr zu tun, als man auf den ersten Blick sieht.
Wer spielt mit?
Shia LaBeouf (Sam Witwicky)
Megan Fox (Mikaela Banes)
Josh Duhamel (Major Lennox)
Tyrese Gibson (Srgt. Epps)
Peter Cullen (Voice of Optimus Prime)
Hugo Weaving (Voice of Megatron)
Tony Todd (Voice of The Fallen)
John Turturro (Agent Simmons)
Ramon Rodriguez (Leo)
Isabel Lucas (Alice)
Kevin Dunn (Ron Witwicky)
Julie White (Judy Witwicky)
Regie: Michael Bay
Drehbuch: Ehren Kruger & Roberto Orci & Alex Kurtzman

Gesamteindruck
Man kann eigentlich nun entgültig sagen, dass Michael Bay es mit Fortsetzungen nicht gut meint. Schon Bad Boys 2 hat er mit seiner überzogenen Länge, aufgeblasenem Plot und unnützer Brutalität zu einem eher doch sinnfreien und unwichtigen Actionkracher verwandelt, und das Gleiche passiert auch irgendwie mit Transformers 2. Die Handlung ist zu aufgeblasen, der Film ist ein wenig zu lang, es gibt zu viele unwichtige Szenen, zu viele Charaktere, von denen mindestens 50 Prozent recht unwichtig erscheinen, Brutalität ist sowieso nicht vorhanden und allgemein gesehen versucht der Film viel zu sehr lustig zu sein. Irgendwann in der Filmmitte hat man das Gefühl, eine Science Fiction-Komödie zu sehen, statt einen Roboter-zerstören-die-Welt-Actionkracher. Und überhaupt: Irgendwie wird man das Gefühl nicht los, dass es hier eine kleinere Zerstörungswut gab, als im ersten Film – denn ich hatte im Erstlingswerk definitiv mehr Explosionen und zerstörte Häuser in Erinnerung. Was vielleicht daran liegen könnte, dass das Finale des zweiten Films im Gegensatz zum Vorgäger in der Wüste spielt und nur zerstörte Pyramiden zu bieten hat – was auf dem zweiten Blick dann doch ein wenig langweilig wirkt.
Was zu erwarten war: Die Story kann man vergessen, obwohl einiges an Konfliktpotential dahintersteckt. Mit “The Fallen” gibt es einen neuen Oberbösewichten aus der Reihe der Decepticons, der Megatron ablöst; jedoch hat er viel zu wenig Screentime und wurde im Finale viel zu schnell zerstört. Die Story mit der Matrix, die einfach mal so gegen Finale aus den Himmel kommt, damit Optimus Prime seine Wiedergeburt erleben kann, kann unnötiger kaum mehr wirken. Genauso wie die Bad Boys’ Reise nach Kuba ist diese zusätzliche Story nur dazu dar, um den Film auf über zwei Stunden Länge zu bringen. Und die Story, die Sam’s Wichtigkeit im Krieg zwischen Decepticons gegen Autobots und Menschen, wird zwar angedeutet, aber nie ausführlich erklärt. Toll, wir wissen, das Sam wichtig ist, und wir erfahren, dass es die ganze Zeit sein Schicksal war – aber warum? Was ist der Grund für seine Wichtigkeit, wenn das Stück AllSpark genausogut in andere Hände hätte fallen können und die Visionen bei einer völlig anderen Person auftauchen?
Die Charaktere sind natürlich genauso hanebrüchen, wie im ersten Film. Sam darf wieder die Welt retten, obwohl er dazu keine Lust hat, Mikaela darf als hotte Braut an seiner Seite stehen und rennen, die Soldaten wirken erneut wie Statisten und die Nebencharaktere haben zu viel Slapstick vom Drehbuch bekommen, dass es schon lächerlich ist. Genauso wie mit den Transformers. Erstens gibt es zu viele, als das man sie zählen könnte und zweitens frage ich mich, warum die alle auf einmal reden können. Was im ersten Film noch funktioniert hat (die Tranformers reden wenig bis gar nicht), funktioniert hier gar nicht mehr. Stattdessen werden die Roboter neben dem Auftrag, für die Action zu sorgen, noch als Vehikel für den Humor gesorgt. Bestes Beispiel ist dafür das kleine Decepticon-Viech, welches später an Mikaela’s Klette hängt, sowie Bumblebee’s zwei recht unwichtige und chaotische Begleiter.

Zugegeben: Wenn man all die negativen Kritikpunkte vergisst, kommt ein bombastisches Actionspektakel bei raus. Aber wieder einmal sind sich die Bay’schen Übertreibungen nicht zu übersehen und wieder einmal hat er es ein wenig auf die Spitze getrieben. Auch wenn die Effekte wieder einmal total klasse aussehen und für einen Oscar reif sind; auch wenn der Bumm-Bumm-Sound aus allen Rohren tönt und für einen rockenden Sound sorgt; auch wenn Megan Fox heiß wie immer aussieht und hier mit Isabel Lucas sogar Konkurrenz bekommen hat (die ich übrigens gerne im dritten Teil, welcher für 2011 angekündigt wurde [nur Bay will ihn für 2012 drehen], sehen will); auch wenn die ganze Zerstörungswut für viele Actionfans die ganze Welt ist – der Film ist eindeutig schlechter als der Vorgänger. Bay hält die Konzentration nicht über den kompletten Film, was mehr als die Hälfte des Films unwichtig erscheinen lässt. Nichts gegen Transformers, aber wenn die Story gegen Ende genauso aufgeplustert runtererzählt wird, wie es bei Bad Boys 2 der Fall war, dann kann ich einfach nicht mit einem Lächeln aus dem Kino gehen und hoffen, dass der Film innerhalb der nächsten Stunde besser wird. Dazu bleibt einfach vieles unangetastet: die Visionen, Alice, The Fallen, der Machtkampf zwischen Megatron und Starscream, die Cybertron-Welt allgemein, der Ursprung der Transformers allgemein. Und das Ende kommt nebenbei gesagt nie so richtig in Schwung. Da war die Zerstörungswelle im ersten Teil mit deutlich mehr Tempo gesegnet.
Alles in allem: Science Fiction und Action gibt es allerhand, typisch Bay können Story und Charaktere nicht überzeugen, aber im Vergleich zum ersten Transformers zieht Revenge of the Fallen einfach den Kürzeren. Somit ist auch Bay’s zweite Fortsetzung ein wenig den Bach runtergegangen und bevor er es sich versieht, könnte er genauso wie Jan de Bont enden. Obwohl: Der Holländer war nie ein A-Regisseur und hat auch schon lange nichts mehr gerissen.
My name is Chris and this is obviously my blog. So what will you find here? Maybe some information about my personal life and many many many TV reviews. And since I am from Germany all of the English posts will have their grammatical and textual mistakes. If you want to, you can inform me about the mistakes; there is never a moment I don't learn.
i love that movie.. great artcle..
Greetings: Dieter Chiemsee