Archive for the ‘Die Alm (ProSieben)’ Category
Showkritik: DIE ALM (“Tag 14″)

Die vorletzte Episode. Man sollte denken, dass sie eines der Highlights der Show ist, da es darum geht, die Promis für die Wahl des Almkönigs oder der Almkönigin vorzubereiten. Stattdessen wurden gefühlte 40 der 63 Minuten mit Live-Spielen verschwendet, während die MAZen alles andere als interessant waren. Als wären die Produzenten bereit dafür gewesen, vor dem Finale noch eine absolute Scheißepisode abzuliefern.
Nein, ich habe diese Stunde der Unterhaltung nicht gemocht. Das einzig interessante war noch die Exposition des Scheidungsstreits zwischen Carsten und Anna, mit etwas Hilfe von Charlotte und Tessa, aber es war mehr als klar, dass der Rest der Diskussion weggeschnitten wurde, um was fürs Finale zu haben. Obwohl ich schon sagen musste, dass Charlotte mit dieser Situation ein wenig hinterfotzig wurde, was ich gar nicht bei ihr erwartet hatte. In den letzten dreizehn Folgen habe ich nämlich wirklich geglaubt, sie sei eine nette und freundliche Person, die sich nicht von den Medien in der Vergangenheit einschüchtern lässt. Doch jetzt bringt sie eine Diskussion mit Hilfe der Informationen, welche sie aus den Medien bekam, und beginnt eine Hetzjagd gegen Carsten. Unfein. Oder es liegt einfach nur daran, dass ich nie sehen konnte, ob Charlotte die Geschichten, die Carsten so erzählt hat, keinen Glauben schenken kann. Dass sie es nämlich jetzt nicht kann, wirkt doch schon ein wenig seltsam.
Dann ist da noch Tessa und der Tag als Chefin. Leider kein Highlight, weil vollkommen langweilig. Tessa verhielt sich wie immer, wurde noch ein wenig mehr nervtötender (jetzt ganz im Ernst: Seit Ginas Abgang hat sie sich in ihrem Verhalten verschlimmert), und machte keinen Hehl daraus, Carsten zu hassen. Die Gründe kennen wir ja („Meine Freundin hat gesagt, …“), doch trotzdem war ich stark verwirrt, dass Tessa Carsten als Partner im Weitwurfspiel genommen habe. Hier war ich völlig perplex, und stellte mir die gleiche Frage, die ich mir in jeder S3-Episode von HEROES stellte: WTF?
Immerhin war der kleine Postabend ganz nett, welcher wieder einmal ein neues Licht auf Thomas schien (der Junge wurde mir wirklich unheimlich sympathisch während der zwei Wochen). Doch das laute Vorlesen der Briefe hat leider kaum Zeit eingenommen, weil wahrscheinlich mehr als die Hälfte für diese bekloppten Spiele draufgingen.
Jaja, diese Spiele. Ich fand die Idee ganz nett. Auch am Anfang der Staffel, da alle Spiele live ausgespielt wurden, um wenigstens noch ein bisschen Kampfgeist in der Show zu haben. Aber das war doch mal gar nichts – hatten die Produzenten nicht genug Material, um eine volle Stunde füllen zu können, weshalb sie schon nach 30 Minuten mit den Spielen anfingen? Oder war das der einzige Grund, dass die Episode Überlänge von 20 Minuten hatte? Wirklich keines der Spiele war interessant oder spannend, und wirklich alle Sekunden während dieser Spiele raubten Zeit für etwas Besseres. Das war definitiv ein Flop, und sollte es eine dritte DIE ALM-Staffel geben, hoffe ich doch mal, dass die Produzenten aus diesem Flop gelernt haben. Eine unnötige Zeitverschwendung.
Welche den Unterhaltungsgrad der Folge total runterzog. Da hoffe ich doch mal, dass das Finale noch was zu bieten hat. Und es ist interessant zu sehen, dass selbst Realityshows mit dem Fluch einer schlechten Folge, die auf einer sehr guten Folge folgt, zu kämpfen haben. Also ist das nicht nur ein auffälliges Merkmal bei geskripteten Produktionen. 4.5/10
Showkritik: DIE ALM (“Tag 13″)

Es gibt Sendungen, die sind bildend. Es gibt Sendungen, die können unterhalten. Es gibt Sendungen, die sind beides zugleich. Und hin und wieder gibt es Sendungen, welche diese Elemente mit Emotionen verbinden können. Die Geburt eines Kalbes ist jetzt kein besonderes Ereignis und passiert auf der Welt wohl alle fünf Minuten. Aber als Großstadtmensch bekommst du das nur ein paar Mal (wenn überhaupt) zu sehen, und das auch nur im Fernsehen, und wenn du dich für Tierdokumentationen interessierst. Live bei einer Kalbsgeburt dabei sein? Schon fast unmöglich. Und wenn es dann passiert, hast du meistens kein Interesse, weil du nicht an der Vorgeschichte beteiligt bist. DIE ALM ging jetzt ein paar mächtige Schritte weiter. Die Produzenten stellten Nelke vor drei Tagen vor, ließen die Promis an den Vorbereitungen der Geburt teilnehmen, und hatten genügend Material mit Carsten, um ihn als Geburtshelfer und Kuhvater zu porträtieren. In den letzten beiden Episoden gab es tolle Momente. Enden tut diese Geschichte in einem wirklich emotionalen Moment, der auch mich irgendwie mitgenommen hat. Und der mich noch mehr mitgenommen hätte, wenn ich die Vorbereitungen und die Geburt live, in Farbe, auf der Alm mitverfolgt hätte.
Ja, eine Tiergeburt ist nichts Besonderes, aber es ist kurios, dass dieses Element dazu beiträgt, dass DIE ALM ihre beste Folge bisher hat. Die Promis zeigten Emotionen, sie zeigten Gefühl. Sie waren Menschen zur Abwechslung, die einfach nur fasziniert waren. Sie dachten mal nicht über sich selbst, sondern über die Wunder des Lebens. Ich war vor allem von Rolf überrascht, der über die Geburt mehr als nur begeistert war. Zusammen mit der Darmgeschichte könnte man glatt meinen, dass er die Alm vermissen wird, wenn das Experiment erst einmal vorbei ist. Selbiges gilt für Carsten, der während der Geburt auf dem Berg hockte und das Highlight des Tages verpassen musste. Der kurze Moment mit ihm und seinem Kopf auf Kathys Rücken sprach Bände – ein Moment, welches einfach zeigte, wie die Promis während einer emotionalen Situation wie eine Kalbsgeburt denken und handeln. Da kann man nur Mitgefühl haben. So lange man nicht daran denkt, dass DIE ALM nur eine bescheuerte Realityshow ist mit untalentierten, schrecklichen Promis, die zu nichts in der Lage sind, außer schlecht ICH BIN EIN STAR, HOLT MICH HIER RAUS zu kopieren. Ein Zuschauer wird die Emotionalität dieser Folge mitbekommen haben, wenn er sich vollstens auf die Sendung eingelassen hat. Definitiv ein erinnerungswürdiger Moment im Fernsehen. Zumindest für mich.
Dann war da auch noch der Rest der Episode: Tessa beginnt wieder zu zicken, und es scheint sich zu verschlimmern. Es war klar zu sehen, dass die Bewohner nicht gerade über Tessas Muhprobe begeistert waren (ganz besonders Thomas), und auch vom Darmblasen war Tessa alles andere als beeindruckt. Als hätte sie in den letzten paar Tagen realisiert, dass das Almleben überhaupt kein Luxusleben ist, und sie deshalb einen auf verrückt macht. Auffällig ist, dass ihre Verrücktheit zum Vorschein gekommen ist, nachdem Gina die Alm verlassen musste. Sieht so aus, als wäre nicht nur Rolf von Gina zurückgelassen worden. Immerhin war Manni so verrückt und todesmutig genug, Tessas Muhprobe durchzuziehen. Und ja, ich war ein wenig verwirrt darüber, dass er da mit solch einer Leichtherzigkeit heranging. Ich kann verstehen, dass er die Rinderhoden mochte, aber das Schweinegehirn? Uargh…
Das Darmblasen war da für lustig hoch drei. Und danke an Kathy für ihre Expertise in dieser Rubrik. Anderweitig hätte sie in der Episode überhaupt keinen Auftritt gehabt. Es war spaßig zuzusehen, wie sie und Rolf sich an die Därme heranmachten, und wie sie fast vor Lachen gestorben sind. Wieder einer dieser Comedymomente, die zeigen, dass die Promis das Experiment mit Spaß sehen und den Ernst außen vorlassen. Und so lange dies geschieht, macht es Spaß DIE ALM zu schauen. Und wer hätte gedacht, dass ein falscher Großstadtfranzose wie Rolf solch einen Gefallen am Darmblasen findet?
Eine sehr unterhaltsame Episode. Eine emotionale Geburt, ein humorvolles Darmblasen, und eine Tessa, die immer mehr außer Kontrolle gerät. Für Serienschreiber sind diese Arten von Episoden ein Glücksgriff, wenn sie es denn schaffen, diese drei Elemente perfekt zu verbinden. Definitiv das Highlight dieser Staffel, ohne Frage. Realityshow-Hasser sollten sich diese Folge mal ansehen, um zu erfahren, wie es wirklich um Realityshows bestellt ist. Mit dieser Folge kann man den Hatern problemlos Lügen strafen. 9.5/10
Showkritik: DIE ALM (“Tag 12″)

Waaahahahaha. Das Tessa-Desaster findet seine nächste Fortsetzung. Sie wird verrückt. Sie heult. Sie verliert Blut. Sie wird sterben. Im Alternativfall wird sie ganz einfach die neue Superheldin mit Mäusekräften – wenn wir denn herausgefunden haben, was Mäuse für Fähigkeiten haben.
Eine sehr unterhaltsame Episode mit Tessa als Hauptdarstellerin. Mit der Zeit ging sie mir allerdings doch ein wenig auf die Nerven, aber irgendwie schadete es der Episode nicht, als Tessa von ihrer Lieblingsmaus gebissen wurde und das Drama ein neues Kapitel bekam. Es war so schön anzusehen, wie Tessa auf einmal herumschrie, nachdem sie noch Momente zuvor noch mit der Maus herumliebelte; und es war so schön anzusehen, als Tessa die Geständnisscheune betrat und auf Hilfe pochte, hysterisch wurde und ihre Kriegsnarbe zeigte. Lustiger Moment – einer, der ein wenig länger in meiner Erinnerung bleibt, da er weitaus verrückter war, als alles andere zuvor in der Show. Zwar nicht so legendär wie der Pinkelbecken, aber gut genug, um immer wieder zeigen zu können, wie bescheuert und verrückt Tessa manchmal (manchmal? Wohl besser 24/7, sieben Tage die Woche, 52 Wochen im Jahr) ist.
Auch der Rest der Episode war unterhaltsam. Ich lachte mit den Promis, als Charlotte Werner eine Massage gab, und Sepp und Carsten im Team Werner einen ungewollten Gast gaben; und ich lachte mit, als Manni sich plötzlich Kuhscheiße ins Gesicht schmierte und sich auf einmal zum Klassenclown verwandelte. Es ist doch immer wieder positiv zu sehen, wie DIE ALM zu einer Comedyshow verkommt, wenn es doch von Anfang an eine skandalträchtige Show hätte gewesen sein müssen. ProSieben hat sich wahrscheinlich was komplett Anderes für diese Staffel vorgestellt, und jetzt bekommen sie Komödianten, die für jeden Spaß zu haben ist. Minus Tessa, die irgend etwas anderes in ihrem Gehirn zu laufen hat.
Selbst Annas „Strip“ war irgendwie unterhaltsam, weil dieser wirklich funktionierte. Als Nicht-Neun-Live-Zuschauer ist sie mir selten bis gar nicht unter die Augen gekommen, und vor ihrem Auftritt auf der Alm hätte ich sie noch nicht ,mal mit Carsten in Verbindung gebracht, aber für ihr Alter (wie alt ist sie eigentlich?) sieht sie doch ganz nett aus. Und solange Promis, die von tausenden von Kameras beobachtet werden, schon nach zwei Tagen vergessen, dass sie von tausenden von Kameras beobachtet werden, kann es mir nur recht sein, wenn sie anfangen sich zu entkleiden.
Pimp My Manni war allerdings nicht so unterhaltsam, wie ich es haben wollte. Da war ein kleiner minimaler Konflikt zwischen Charlotte und Tessa, aber der war ja schneller aufgelöst, als Tessa „Nein“ zur Muhprobe sagen konnte. Und zusätzlich mag ich Mannis neuen Look nicht so ganz. Ich bin ein Manni-Fan für zwölf Tage, und ich würde Charlotte gerne mal eine Backpfeife verpassen. Allerdings war das Modeltraining interessant. Ich habe überlegt, was wohl Heidi Klum zu diesem Training zu sagen hat…
Alles in allem ist es schön zu sehen, dass DIE ALM zur Zeit auf der höchstmöglichen Hochform ist. Wenn so die Staffel endet, hat es sich doch gelohnt, sich durch den langweiligen Mittelteil zu kämpfen. 8/10
Showkritik: DIE ALM (“Tag 11″)

Ich wollte schon immer eine vollständige Livestream-Episode sehen. Irgendwie wirken diese Momente nämlich viel naher und realistischer, als es die zusammengeschnittenen MAZen. Und mal ganz ehrlich: Es ist wirklich faszinierend, eine Truppe Promis zu beobachten, wie sie auf die Geburt eines Kalbes warten. Das gibt es so selten bis gar nicht im Fernsehen zu bewundern – ganz speziell in einer Realityshow, in der die Promis sich inzwischen wirklich wie eine Familie fühlen, und den Spaß des Experimentes erkannt haben.
Ich höre nämlich immer wieder (auch von mir), dass die Skandale fehlen. Aber zwischen dieser und der letzten Episode ist mir ein Licht aufgegangen. Die Gruppe ist viel zu sehr als eine Familie zusammengewachsen, um sich jetzt noch auseinanderzustreiten. Es wird kein Zoff mehr geben, es wird kein Zickenkrieg mehr geben. Stattdessen wird gelacht, geweint, gehofft, dass ProSieben die Show vielleicht noch mal verlängern mag, da die neue Familie sonst frühzeitig wieder auseinander bricht. Das erinnert mich ein bisschen an JERSEY SHORE. Die Guidos haben sich während der ersten Staffel auch wie eine Familie gefühlt, taten das selbe in der zweiten Staffel, hatten jedoch trotzdem mit bescheuerten Streitereien zu kämpfen. Oder mit der von allem gehassliebten Ronnie-Sammy-Beziehung. Auf der Alm gibt es solche Situationen nicht, aber wer weiß, wie es nach sechs weiteren Wochen aussehen dürfte? Ansonsten bin ich immer noch überrascht darüber, dass Carsten die Truppe gut zusammenhält, und das Tessa sich weitestgehend zurückhält. Das ist wirklich eine Familie da oben, und es macht Spaß, ihnen zuzusehen. Schade, dass ich das erst jetzt zu schätzen lerne, aber immerhin spät als nie.
Wie immer ist so gut wie gar nichts auf der Alm geschehen. Ja, Thomas’ kleiner Krieg mit Sepp war noch das Highlight, welches durch Thomas’ Lernfähigkeit der letzten tage überschattet wurde. Ich bin erstaunt, dass Thomas auf einmal Bock hatte, den Chef zu spielen, und auch wirklich der Chef war. Allerdings könnte ich mir die Stänkereien zwischen dem Checker und dem Alm-Öhi stundenlang ansehen – das ist viel zu amüsant, um das nur in drei, vier Minuten abzuhandeln. Zusätzlich waren Carsten und Anna wieder interessant, aber nur weil deren Beziehung auf der Alm ein wenig seltsam ist. Zuerst versuchen sie wirklich den Allerweltsfrieden durchzubringen, damit auch keiner denkt, dass zwischen den beiden böses Blut herrscht, doch dann kommt mir das Gefühl hoch, dass alles nur gespielt ist. Irgendwie will ich Annas Flirtereien gegenüber Carsten nicht abkaufen, und ich kann auch Carsten nicht abkaufen, dass er da wie eine Wand steht, welche Annas Flirtattacken mühelos abwehrt. Wäre DIE ALM eine romantischen Comedy, würden die beiden nach zwei weiteren Tagen im Bett landen. Mit ein wenig Alkohol sogar schon früher. Wer weiß, was erst das neugeborene Kälbchen bringen wird, wenn es von Carsten auf die Welt gebracht wird. Was hoffentlich auch diese Nacht passiert, damit ich die Geburt in der nächsten Episode bewundern kann. Spannend.
Die restlichen Alm-Momente waren solala. Die Kamera-Momente waren herrlich, aber genauso schnell wieder vergessen, genauso wie Thomas’ Muhprobe, die recht langweilig aussah, obwohl sie gefährlich und spannend aussehen sollte. Zusätzlich war der Charlotte/Manni-Moment in der Scheune nicht gerade so lustig, wie es Sepp weismachen wollte, und die Verluste der deutschen Grammatik ist mir auch schon mal aufgefallen – war schön, dass es mal erwähnt wurde, ist aber genauso schnell vergessen wie die spionierenden und versauten Kameras.
Was ich noch loswerden wollte, als Nicht-Zuschauer des deutschen Fernsehens: Becky sah verdammt heiß aus. Aber was zum Teufel hatte sie zum Schluss neben der Kunze zu suchen? Vor der Live-Schalte hat sie ja mal gar nichts zur Sendung gebracht, nach der Live-Schalte brachte sie ihre taff.-Werbung – überflüssig und nervtötend. Aber scheiße, sieht die heiß aus. Da bleibt mir doch glatt die Spucke weg. Hier sieht man mal wieder, was ich so alles verpasse im deutschen Fernsehen… 7.5/10
Showkritik: DIE ALM (“Tag 10″)

Anna Heesch – ganz interessantes Casting. Zwar kenne ich die Gute gar nicht, und ich kann nicht mal mit ihrer Prominenz was anfangen, aber es reicht schon, wenn sie die Ex-Frau von Carsten ist, und wenn Tessa aus … zuverlässiger Quelle erfahren hat, dass Carsten und Anna nicht gerade eine glückliche Drei-Monate-Ehe hatten, und dass da sogar Gewalt im Spiel war. Okay, das waren die Worte von Tessa und ihrer anonymen Freundin, welche so glaubwürdig sind wie Bill Clinton vor einer Grand Jury, aber es könnte ein wenig Licht in die Show bringen. Immerhin erwarte ich wirklich, dass es zwischen Carsten und Anna mal gewaltig funkt, auch wenn ich aus der Presse hörte, dass beide inzwischen ein freundschaftliches Verhältnis führen.
Ein freundschaftliches Verhältnis, was ein wenig anstrengend war. Sie mit ihrem „Schatzel“ oder wie sie ihn genannt hat, und er mit seiner halben Abwesenheit, und seines halben Desinteresses Anna alles zeigen und erklären zu müssen, war das Zucker in der ungenießbaren Suppe und machte die Episode zu einem heißen Lüftchen. Ich erwartete regelrecht – auch dank der Promos vor den Werbeinseln – dass es krachen würde, und dass Carsten ein gewaltiges Problem mit Annas Einzug haben wird, doch dann war das alles nur … heiße Luft. Große Vorschau für gar nichts. Die absolute Leere in einem vollen Kanister Ärger. Als wären Carsten und Anna immer noch heimlich ineinander verknallt und hoffen innerlich, dass ihre geschiedene Ehe noch zu retten ist. Wer weiß, vielleicht findet die Presse die Beiden in ihren Armen, wenn DIE ALM erstmal vorbei ist. Trotzdem bleibt Anna ein interessantes Casting, da sich in der Tat Exen auf der Alm befinden. Immerhin verspricht das ein interessantes Finale.
Der Rest der Episode war okay, aber es ist ja nicht viel passiert. Die Promis haben nur über Anna gelästert, und konnten auch mal den Tag genießen, während Werner mal seinen Spaß hatte und von Charlotte die Brüste mal sehen durfte – wenn auch nur in Gipsform. Die Gipsmaskensache war unterhaltsam, und hat mal wieder gezeigt, dass die Truppe auf der Alm sich eigentlich recht gut versteht. Da gibt es keine Zankereien, da gibt es keine Skandale, da gibt es kein Streit (mehr). Als würden Tessa und ihre neuen Freunde tatsächlich Freunde sein, die sich auch nach der Alm noch auf ein Bierchen treffen und über die Welt tratschen können. Das finde ich zur Zeit recht interessant, ganz besonders nachdem ProSieben oft versucht hatte, DIE ALM skandalträchtig zu machen, und mit diesem Skandal gute Quote zu machen. Man könnte auch meinen, dass die Promis mit Absicht so fette Freunde geworden sind und dem Sender keine Chance geben, sie in ein schlechtes Licht dastehen zu lassen. Oder die Promis haben sich mächtig unter Kontrolle, was ein pures Wunder wäre.
Muhprobe? Von der gab es ja nicht viel zu sehen, warum auch immer. Aber wieder einmal muss ich sagen, dass Tessa wohl großen Spaß hatte. Offenbar gefällt ihr das Leben auf der Alm. Zusätzlich: Bin es nur ich, oder habe ich wirklich das Gefühl, dass Kathy mehr Sendezeit bekommt. Sie lachte zweimal mit Tessa und Charlotte, und war auch mal wieder in der Geständnisscheune (auch bekannt als der Hühnerstall). Das kann nur bedeuten, dass … ach nee, Kathy ist ja so nicht die Skandalträchtigste in der Meute.
Endlich gab es mal wieder eine unterhaltsame Episode – wer hätte das gedacht? Ich sagte schon, dass der Neueinzug eines Promis ein wenig frisches Wind in die Alm mit reinbringt, und offenbar hatte ich recht. Gut, war nicht so schwer, hätte jeder vorhersehen müssen. Jetzt könnte DIE ALM nur noch mit ein kleines Skandälchen enden… 7/10
Showkritik: DIE ALM (“Tag 9″)

Sieht so aus, als wäre DIE ALM wieder in Höchstform – zumindest, wenn man den Durchschnitt dieser Staffel als Höchstform bezeichnen kann. Nach drei Episoden gepflegter Langeweile ging es hier doch mal wieder recht unsanfter zu, und all das dank der unermüdlichen Tessa, ihrer Emotionalität und ihrer Durchgeknalltheit. Weil: Einfach so ein(e) Model(prinzessin) zu sein, ist wohl oder übel nicht genug für die hungernde Almkönigin der nächsten Woche (ja, das war ein ausgereifter Tipp von mir, dass sie am Ende der Woche zur Almkönigin gewählt wird).
Einen gewissen Grad an Unterhaltung hatte die Episode ja. Zwar startete sie recht langweilig mit Tessas kleinem Alkoholentzug, und wie sie zur neuen Gina verkommt, aber als sie anfing sich mit Carsten zu streiten, ging doch schon ein wenig die Post ab. Nicht unbedingt wie ich wollte, aber es ist doch schön zu sehen, wenn Tessa ein waschechter Charakter mit Problemen wird, die sich selbst nicht mehr richtig einkriegt. Übrigens muss ich sagen, dass ihre (viel zu kurze) Unterhaltung mit Charlotte interessant war. Endlich gab es mal einen Hauch von Erklärung, warum Tessa sich in Situationen reinsteigt, und es erklärt ihren Heulstunt, wenn ihre Haare anfingen „auszufallen“. Als wäre DIE ALM eine gute geskriptete Show, welche eine Erklärung zu einem vergangenen und fast vergessenen Ereignis bringt. Manch ein Serienautor sollte sich DIE ALM vielleicht doch mal kurz ansehen. Und nein, ich hatte kein Mitgefühl, als Tessa über ihre Emotionalität sprach und anfing zu heulen, nur weil sie darüber sprach.
Das zweite Highlight war ja wohl mal ganz klar Charlotte, die von ihrem investigativen Journalismus auf der Alm abweicht, und auf eine Zerstörungsorgie geht. Gut, ich kann sie verstehen, wenn sie sagt, dass das Bett zu kurz ist, aber ich war doch schon überrascht, dass sie ein Teil des Fußendes abgesägt hat, obwohl sie von Sepp ein klares „Nein“ bekommen hat. Das war doch schon ein wenig kickass von ihr, wenn sie sowohl Werner als auch Carsten „überreden“ konnte, mal kurz auszuhelfen, nur damit sie ihre Beine langmachen kann. Zusätzlich gab diese Szenerie auch die Erklärung, warum sie mit Kathy draußen schlief. Siehste, zwei logische Erklärungen für die Taten der Charaktere. Diese Alm-Episode hätte mit dem Slogan „Endlich erfahren Sie Antworten auf nie gestellte Fragen“ werben und auf Zuschauerjagd gehen können. Taten sie offenbar nicht, weil ich gar nichts davon mitbekommen habe. Aber hey, ich lebe ja auch auf der anderen Seite des blauen Bällchens.
Über Charlottes und Mannis grenzgeniale Idee, Rolf zu verarschen, brauche ich eigentlich kein Wort zu verlieren. Da ich mich mit Tieren auch nicht so wunderbar auskenne, hätte ich die Story mit dem Eselkäse genauso geglaubt wie Rolf, hätte allerdings erkannt, dass die Zitzen nicht dazu da waren, Milch zu geben. Es war zwar lustig zuzusehen, wie Rolf sich ein wenig zum Affen machte, und auch den Humor der Situation sah, aber ein Highlight war dieser Moment nicht gerade. Genausowenig ein Highlight war auch Tessas dritte Muhprobe. Es wird langweilig. Und jetzt muss sie auch noch zu ihrer vierten Muhprobe antreten. Es wird richtig langweilig. Aber immerhin scheint Tessa mit den Muhproben mehr Spaß zu haben als mit dem allgemeinen Leben auf der Alm.
Zwei Fragen zum Schluss: Wann endete Tessas zweiter Hungerstreik genau? Und wann hat Rolf sich entschieden, doch nicht die Alm zu verlassen? Meinen Erinnerungen zufolge (puuh, ich hätte gar nicht gedacht, dass dieser Blog zu was Zunutze ist) betonte er doch mehrere Male, die Alm um Punkt 12 zu verlassen. Nun, er ist immer noch hier, und ich erwarte eine Antwort. Vielleicht bekomme ich die ja in drei, vier Episoden… 6.5/10
Showkritik: DIE ALM (“Tag 8″)

Buuh, mit 36 Komma nochwas Grad aus dem Experiment und aus DIE ALM ausgeschieden, und im Krankenhaus herumheulen. Gina macht sich mit ihrem Davondrücken keinerlei Freunde, und gilt inzwischen als Verliererin im ganz allgemeinen Sinne. Sie sah wirklich nicht so aus, als bräuchte sie fünf Infusionen, und sie sah nicht so aus, als würde sie sterben. Den Produzenten sah sie allerdings gut genug aus, um sie immer wieder auf den Korn zu nehmen. Nur: Lustig war das Ganze nicht so gerade, und mit der Ausnahme von kurzen Momenten während der Videobotschaft war es noch nicht mal interessant. Ich scherte mich kein bisschen über Gina und ihren kleinen Heulkrampf…
Die Episode im Allgemeinen war, wie die letzten beiden, auch nicht gerade besonders. Irgendwie ist nach dem Gezicke vom fünften Tag die Luft raus, und irgendwie scheinen die Promis ihre Geduld schnell zu verlieren, wenn es ums Geduldverlieren geht. Carsten zeigte dies an einem Beispiel, wenn er im Kampf gegen Tessa und ihre Mission, die Hühner zu retten, einfach aufgab, statt sie mit brüllenden Worten zurecht zu weisen. Rolf zeigte es auch an einem Beispiel, indem er einfach nicht gegen Tessa vorging, obwohl er der Chef des Tages war. Entweder Tessa ist als Person extrem Angst einflößend, weshalb keiner sich traut, mit ihr mal ein ernstes Wörtchen zu reden, oder die Promis sind nach der Halbzeit wirklich vom Alm-Experiment müde geworden. Das bringt auch die Frage, ob es die Promis schaffen werden, in der zweiten Woche unterhaltsam zu sein. Persönlich glauben tu ich es ja nicht, aber vielleicht schafft ein neuer Promi – Ginas Ersatz – ein wenig Abwechslung und Stimmung in die Bude zu bringen. Doch dann frage ich mich aber, ob sich auch die Produzenten fragen, ob sich der Einzug eines neuen Promis für sieben Tage lohnen würde.
Nun, Tessas Kampf für die Hühner war teilweise unterhaltsam, teilweise wirklich grausam zuzusehen. Das kam mir vor, als hätte Tessa mal kurzen Kontakt mit den Produzenten gehabt, damit sie mal kurz Maulwurf spielen kann, denn so bescheuert kann man doch nicht sein (?) Wie kann es möglich sein, dass Tessa Rolfs klare Anweisungen missverstehen kann, und wie konnte sie sich so in die Situation hineinsteigern, dass sie sich faktisch bei den restlichen Alm-Bewohnern unbeliebt gemacht hat, und einen Heulkrampf bekam, nachdem Carsten den letzten Huhn in der Küche gefangen hat? Ist es wirklich möglich, sich so tief ins Rettertum hineinzuversetzen, wenn man denkt, dass eines der Hühner nun für das nächste Mahl geschlachtet wird? Schön war allerdings, dass Kathys Puls mal kurz angestiegen ist, nachdem sie die befreiten Hühner gesehen hat. Siehste, auch sie kann sich aufregen. Jetzt müsste sie nur noch aufregender sein.
Dann wäre da noch Rolf und seine Ansage, dass er „morgen um 12 Uhr“ die Alm Verlassen will, wenn Gina niht zurückkehrt. Nun, Gina ist nicht zurückgekehrt, sie wird auch nicht mehr zurückkehren, doch das einzige, wozu Rolf im Stande war zu tun, war ein müdes, doch ziemlich hinterhältiges Lächeln während der Videobotschaft (siehe Screencap)? Bedeutet das fiese Lächeln, dass Rolf jegliches Respekt für Gina in diesem Augenblick verloren hat, oder dass er seine Entscheidung, die Alm zu verlassen, hiermit getroffen hat? Nun, wir werden morgen sehen…
Keine Worte zur Muh-Probe, weil sie hätte langweiliger nicht sein können. Stattdessen wiederhole ich einfach nochmal, dass die Episode wieder einmal nichts besonderes war. Wo ist der Zoff hinverschwunden? 5.5/10
Showkritik: DIE ALM (“Tag 7″)

Um ehrlich zu sein, ist die Show gerade in eine Langweiler-Phase geraten, welcher nur mit Hilfe von Zickenkrieg geholfen werden kann. Wie die vergangene Episode war auch nur diese ein mageres Highlight, in der nicht unbedingt viel passiert ist, aber in der es einiges an charakterlichen Informationen gab. Was habe ich gestaunt, als Gina auf einmal mit dem Duden der Grippe aus der Versenkung kam; was habe ich gestaunt, als Manni den Posten des Chefs vielleicht ein wenig zu ernst genommen hat. Doch dann wurde mir wieder klar, warum Gina und Manni eigentlich auf der Alm sind.
Also, was ist eigentlich passiert? Carsten regte sich mal wieder ein wenig (künstlich) auf, Gina bekam die Definition von einer Grippe, Thomas nervte die Alm teilweise, Tessa bekam ihre Haare gewaschen und verliebte sich vielleicht ein bisschen in Manni (jetzt kann ich verstehen, warum er eine Freundin haben kann), und am Ende wurde Gina abtransportiert. Obwohl ich sie während dieser sieben Episoden recht charmant fand, da ich sie in ihren GERMANY’S NEXT TOP MODEL-Auftritten nie sah, würde ich sie nicht unbedingt vermissen, wenn sie denn nicht zurückkehren sollte. Vielleicht würde es der Show gut tun, wenn ein neuer Promi für die zweite Woche auf die Alm zieht und ein wenig für Chaos sorgt – ein Element, welches durch die Verlängerung der 2004-Staffel eigentlich ganz gut geklappt hat. Man erinnere sich bitte an Lorenzo, und wie er faktisch die Zuschauer mit seiner Männlichkeit beeindruckt hat (jetzt ehrlich). Aber ich glaube persönlich nicht daran, dass das so schnell passieren wird. Dazu sah Gina einfach viel zu gesund aus, als sie mit dem Krankenwagen ins nächstgelegene Schönheitssalon gefahren wurde.
Ich muss sagen, dass Carsten mich zum ersten Mal genervt hat. Ich kann verstehen, dass bei ihm ein wenig die Sicherungen durchgebrannt sind, nachdem das Trio aus der Alm einfach abgehauen ist, aber kann er seinen Stolz nicht einfach mal runterschlucken und gut is’? Ich mochte irgendwie, dass er mit Charlotte darüber diskutierte, aber ich war nicht unbedingt am Warten, biss er (den wirklich nervenden) Thomas eine über die Rübe haut. Übrigens: Thomas war doch hier das perfekte Beispiel, dass auch DEUTSCHLAND SUCHT DEN SUPERSTAR-„Talente“ nicht unbedingt das Talent haben, mit etwas Kurzfristigen anzukommen, wenn es um Musik geht. Seine Version des Alm-Songs war doch wirklich allerletzte Sahne.
Nun zu Manni: Er wollte nicht der Diktator sein, er wollte Harmonie in die Gruppe bringen, was auch der Rest der Alm-Gruppe realisiert hat, aber irgendwie war das doch sehr merkwürdig. Ich fühlte mich zurückversetzt in die siebte Klasse, nachdem der Klassensprecher gewählt wurde, und als die „Kinder“ damals noch Hoffnungen und Ideen für die Zukunft hatten. Ich weiß, dass Manni eher kindhaft ist und seine Harmonie braucht, aber nachdem mir ProSieben das für knapp fünf Minuten um die Ohren gehauen hat, bin ich für diesen Zeitpunkt mal kurz vom Manni-Zug heruntergesprungen.
Und ja, nach sieben Tagen hatten wir die erste Episode, in der Kathy mal etwas zu tun hatte. Obwohl ich das Schnupftabak-Speil doch ganz schön öde fand. Da war ja mal überhaupt keine Spannung und überhaupt kein Stress drin, und zählt mich als ungebildet, aber ich konnte nicht sehen, inwiefern mit dem altmodischen Gerät Schnupftabak in die Nase gejagt wurde. Aber vielleicht war die damalige Technik einfach zu einfach und simpel für die heutige Zeit. Vielleicht denke ich auch einfach zu kompliziert. Nur machte der letzte Augenblick der Episode Kathy nicht unbedingt „erinnerungswürdiger“. Sie ist immer noch die unwichtigste und ruhigste Person auf der Alm, und die erste, auf die ich vollkommen verzichten könnte. Sie nimmt nicht mal die Mutterrolle an, die stattdessen von Manni ausgefüllt wird… 5.5/10
Showkritik: DIE ALM (“Tag 6″)

Och… da war die letzte Folge ein schönes Highlight und wurde mit einem Cliffhanger beendet, damit auch jeder hohe und noch höhere Erwartungen von dieser Folge hat, und am Ende ist wieder alles Friede, Freude, Eierkuchen. Ich glaube zwar nicht, dass es eine Weile anhalten wird (irgendwann wird halt Gina wieder einmal ausrasten. Oder Tessa), aber das Happy End kam mir doch ein wenig zu flott. Obwohl es irgendwie süß war, dass sowohl Carsten als auch Werner die Fronten der Friedensbeziehungen waren. Vor allem bei Werner war ich doch schon überrascht.
Nun, es gibt nicht unbedingt viel zu schreiben. Die Folge hatte nicht gerade viele Highlights, und die Muhprobe war auch mal wieder lachhaft, aber wenigstens zum lachen, und mit Spaß für Gina. Das „Friedensabkommen“ am Anfang war schnell vergessen, und auch Tessas Zwei-Stunden-Tripo zum Bach, um mit ihrem Haarausfall klarzukommen, war völlig vergessen, bevor Gina auf den Bullen stieg. Ich weiß nicht warum, aber irgendwie war Mannis Sex-Geständnisse weitaus interessanter, und werden sicherlich für eine Weile in mein Gehirn umherkreisen. Das Ganze war dann doch ein wenig zu merkwürdig, um wahr zu sein. Jetzt weiß ich nicht, inwiefern ich Manni denn die Geschichte abkaufen soll, und ob er wirklich so harmonievoll ist, dass er immer und überall die Wahrheit sagt. Ich kann mir auch vorstellen, dass er seine Jungfräulichkeit vor zehn Monaten verloren hat. Aber neun Stunden langer Sex? Im Hotel? Im Auto? Kann der Tantra? Ist er in den letzten Monaten zum Sexprofi herangewachsen? Und warum schmeißt Charlotte ihre aktuelle Beziehung nicht einfach hin, und beschließt den Bund fürs Leben mit Manni zu schließen? Fragen über Fragen…
Die Tessa-Situation im ersten Drittel war heiße Luft. Und ich dachte, sie würde ein großes Theater aus ihrem Haarausfall machen, doch stattdessen heulte sie nur rum und ergriff die Flucht. Interessant war allerdings, dass sie nach zwei Stunden mit einem fröhlichen Gesicht wiederkam. Als wäre sie von den Produzenten angesprochen worden, doch wieder zurückzukehren, aus welchen Gründen auch immer. Nun, immerhin gab es die kurze Möglichkeit, Rolf reden zu hören, dass er Therapie für Tessa verlangt, und dass er sich über sie genauso wenig kümmert wie Carsten zur Zeit.
Übrigens würde ich den Produzenten mal raten, den Promis nicht so viel Alkohol zu geben. Sechs Tage sind rum, und sie haben in ein Drittel der Nächte Alkohol bekommen. Zuerst vermisste ich die Hangover-Zeiten in der darauffolgenden Episode (und ich hoffe, es wird Nachwirkungen in der nächsten Episode geben), und dann erinnert mich der ganze Belohnungskram doch an eine Verwässerung des Showkonzepts. Immerhin war es doch geplant gewesen, die Promis wie vor einhundert Jahren leben zu lassen. Spüren lässt sich da kaum was von, und die Magie der Alm verschwindet irgendwie.
Ja, so wenig ist passiert, dass dieses Review doch glatt mal die geringste Anzahl von Wörtern in einer Alm-Review hat. Muss wirklich eine langweilige Folge gewesen sein… 5/10
Showkritik: DIE ALM (“Tag 5″)

Soso, DIE ALM beginnt endlich. Fünf Tage hat es gebraucht, bis es endlich mal Zoff gilt, und die letzte Episode galt ja nur als kleiner Einspieler, der das Ganze schön einleiten sollte. Wenn das von den Produzenten gelenkt wird, oder wenn es geskriptet sein soll – Respekt für dieses Talent. Für die Comedybits der Moderatoren haben die Autoren kein Gespür, aber für Konfliktpotential sind sie zu haben. Die nächste Episode könnte ganz interessant werden, wenn schon diese mit einem Cliffhanger endet, und nachdem Daniel gar nicht zur Alm hochgelatscht ist, um den Promis mitzuteilen, wer denn die nächste Muhprobe antreten soll, sagt mir doch schon, dass irgend etwas anderes passiert ist. Irgend etwas, was uns die Produzenten noch nicht sagen wollten.
Die Episode war sehr unterhaltsam. Mit dem Bitchfight folgend der Kissensituation und dem Suchtverhalten nach Ruhm und Besitz von Rolf ist endlich mal was passiert. Rolf, seine Busenfreundin und ihr neuer Verlobter ziehen aus, wandern „drei verfickte Stunden“ (O-Ton Gina) ins Dorf, checken in ein Hotel ein, ziehen ihre Stadtkleidung an, nachdem sie geduscht haben (und haben offenbar nicht mit den Produzenten gesprochen – jedenfalls erwähnte keiner, dass mit den Produzenten angebandelt wurde), haben offenbar genauso eine Diskussion wie die sechs verbliebenen Promis auf der Alm und kehren nach einem Tag wieder zurück, weil sie die Zurückgelassenen nicht alleine lassen wollten. Währenddessen wird auf der Alm geklatscht und getratscht, nach Gründe für den letztnächtigen Ausraster gesucht, und jeder versucht auf seine Weise mit dem „Verlust“ der halben Topmodel-WG und dem Jungen klarzukommen. Und das war sicherlich genauso interessant, wie die Rückkehr der Flüchtlinge.
Es begann schon mit Manni, der mir in dieser Folge unheimlich sympathisch wurde. Sein trauriges Weltuntergangsgesicht (siehe Screencap) hat selbst mir in der Sekunde zugesetzt, und als Charlotte erklärte, dass Manni diese Harmonie braucht, weil er es nicht anders kennt und auch nicht anders haben will, ist mir ein wenig warm ums Herz geworden. Leute mögen noch so denken, dass Manni und sein dummes Verhalten dumm rüberkommt, aber selbst er ist ein Mensch mit Gefühle, und zeigt diese, wenn er keinen guten Tag hat. Das macht ihn als Person nur authentischer und noch vertragbarer, als er es ohnehin schon war. Sehr interessant das Ganze.
Es setzt sich fort mit der Liebschaft zwischen Carsten und Nora, was auch noch recht lustig war. Ich hätte nie gedacht, dass Carsten sich so sehr in die Natur der Alm „verliebt“ und eingliedern kann, dass er nicht nur die Entscheidungen der Flüchtlinge nicht verstehen kann, sondern auch die Flucht in seiner neugefundenen Kuhliebe sucht, da er hier jemanden hat (neben Werner), mit dem er über die Geschehnisse reden kann. Sehr interessant das Ganze.
Es setzt sich fort mit Charlotte und Tessa, die das Ganze eher humorvoll verarbeiteten, und versuchten Gina auf Ort und Stelle zu verspotten (ich möchte gerne wissen, was Gina dazu sagt, wenn sie das Material mit eigenen Augen sieht). Okay, das funktionierte nicht so ganz, aber es ist interessant mitzuerleben, dass nicht Tessa diejenige ist, die in DIE ALM zickt, sondern ihre Erotikmodel-Partnerin Gina-Lisa, die in den vergangenen Folgen mit ihren Geständnissen noch einiges an Holz bei mir aufbaute (welches sie jetzt natürlich alles verhackt hat) und nun hinter Tessa in meinem Promi-Ranking gelandet ist (da fällt mir ein, ich sollte mal ein Promiranking nach jeder Episode machen, SURVIVOR-Zuschauer tun doch das gleiche nach jeder Woche…).
Seltsam war nur Kathy. Obwohl ich mich frage, warum ProSieben dachte, dass sie eine tolle Ergänzung im Cast sei, war ich doch ein wenig am Grinsen, als Tessa und Charlotte über Ginas Sexpartner lästerten, während Kathy den Boden fegte und absolut nichts zu sagen hatte. Selbiges gilt für das finale Konflikt. Kathy stand nur da, abseits der Gruppe, und hörte mit vermutlich einem genervten Ohr dem Gebitche und Gefighte zu. Da würde ich mir mal wünschen, dass sie mutterhaft mit ihrer Hand auf dem Tisch haut und für Ruhe sorgt (sie könnte doch die Mutter der Truppe da oben sein, wenn sie denn nur wollte).
Und dann gab es die Rückkehr. Ich glaube, es ist was faul im Staate Dänemark, als Tessa und Carsten sofort anfingen zu lästern, und Gina aus der Tür gestürmt kommt und denen befiehlt, nicht mehr zu lästern, weil sie doch alles mitbekommen. Das war doch kein Zufall… Immerhin gab es den ersten richtigen Konflikt in der Show, und das „Fortsetzung folgt“ war doch einfach nur der Hammer. Wer weiß, was in Wirklichkeit da oben passiert ist zwischen diesem Konflikt und jetzt, denn ich kann mir nicht vorstellen, dass Unterföhringen da schon gebrannt hat (Tessas Muhprobe fand wohl noch in der selben Nacht statt, als die dritte Episode über die Bildschirme flimmerte, was heißt, dass die Ereignisse dieser Episode, einen Tag nach Tessas Muhprobe, noch vor der Ausstrahlung der vierten Episode stattgefunden haben müssen). Und wenn wir uns am Live-Stream der letzten Folge erinnern, waren vor allem Gina und Rolf nicht gerade präsent (ich kann mich allerdings erinnern, Thomas kurz gesehen oder gehört zu haben). Also: Wer weiß, was da noch kommen mag?
Kurz und knapp: beste Folge bisher. Und da der Streit noch nicht vorbei ist, verspricht auch die nächste Folge große Klasse. Natürlich nur im Alm-Format, denn die Nörgler sind immer noch beschäftigt zu betonen, dass DIE ALM nichts weiter als eine schlechte ICH BIN EIN STAR, HOLT MICH HIER RAUS-Kopie ist. 9/10
Und bevor ich es vergesse, hier die ultimative Liste der besten und nervkillenden Alm-Promis: Auf der Nummer Eins, mit gutem Abstand, befindet sich Charlotte Karlinder, mit Carsten Spengemann auf der Zwei. Nummer Drei hat Tessa sich regelrecht verdient mit dieser Episode, während Manni auf Nummer Vier einsam seine Segeln zur Ruhe setzt. Nummer Fünf ist Werner, gefolgt von Thomas auf der Sechs. Die Schlusslichter sind Gina auf Nummer Sieben, ihre Busenfreundin Rolf folgt direkt auf Nummer Acht, und stumm und leise vegetiert Kathy auf Nummer Neun.




















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